Der 2. Grüne Ring, das ist ein etwa 100 km langer Weg um Hamburg herum, der auch als Freizeitroute 11 bezeichnet wird. Man kann ihn in Etappen wandern oder auch mit dem Rad befahren. Der gleiche Weg wird übrigens für den Mega-Marsch verwendet, bei dem man die Gesamtstrecke innerhalb von 24 Stunden bewältigen muss.
Gute Beschreibungen und Links von hamburg.de:
Dies ist der Weg nach einem GPX-Track, den man bei hamburg.de herunter laden und mit Komoot für die Navigation importieren kann:

Formal beginnt der Weg am Fähranleger in Teufelsbrück und verläuft im Uhrzeigersinn um die Hamburger City herum. Man kann aber natürlich auch irgendwo einsteigen und in beide Richtungen, weil beide Richtungen mit Schildern oder Aufklebern entsprechend beschriftet sind. In der Touristen-Info am Hauptbahnhof gibt es ein achtteiliges Kartenwerk, dass einem zur Not neben der GPS-Navigation - bei mir Komoot - weiter hilft. An einigen Stellen wie z.B. dem S-Bahnhof Klein Flottbek oder nach dem S-Bahnhof Stellingen fehlen so einige Schildchen und dann muss man etwas suchen. Leider zeigt sich auch, dass sich Karten, Wegweiser und GPS-Tracks nicht immer ganz einig sind...
Dies sind die acht Einzeletappen gemäß der Beschreibung von hamburg.de bzw. der acht Karten von der Touristen-Information am Hauptbahnhof:
| Teilstück |
Strecke |
Nominal-Distanz |
Karten-Link |
| |
Gesamte Strecke |
100 km |
PDF |
| 1 |
Von Teufelsbrück nach Stellingen |
10 km |
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| 2 |
Von Stellingen nach Ohlsdorf |
13 km |
PDF |
| 3 |
Von Ohlsdorf nach Jenfeld |
14 km |
PDF |
| 4 |
Von Jenfeld zum Mittleren Landweg |
12 km |
PDF |
| 5 |
Vom Mittleren Landweg zur über Veddel |
14 km |
PDF |
| 6 |
Von der Veddel zum Stihorner Hauptdeich |
9 km |
PDF |
| 7 |
Vom Stilhorner Hauptdeich nach Heimfeld |
13 km |
PDF |
| 8 |
Von Heimfeld nach Finkenwerder |
15 km |
PDF |
.
Beide Typen von Wegweisern sind gleichermaßen gültig - also das Fahrrad-Schild und der grüner Aufkleber "11 - 2. Grüner Ring":

Gestartet bin ich um 10:50 Uhr ab Teufelsbrück. Das Wetter war windig kühl und dadurch nicht sehr angenehm. Ich kann mit Windstille und Wärme besser umgehen, aber das Leben ist kein Ponyhof und sooo schlimm war es ja nun auch wieder nicht. Die Kosten waren moderat: 6,40 Euro für die 9-Uhr-Tageskarte, 2,04 für den Schnellbus-Zuschlag und 2,45 Euro für einen Kaffee am Bahnhof Stellingen.

Dies ist der Weg, den ich mit der Applikation Komoot aufgezeichnet hatte. Die 22,6 km entsprechen knapp einem Viertel der Stercke.

Michel am Start. Ob die fiesen Falten von der eigentlich zu engen Musd-Nasen-Maske stammen?

Die Elbe und Cafe Engel am Anleger Teufelsbrück.

Nach dem Altonaer Volkpark kam dann schon bald das Stadion des HSV in Sicht.

Manchmal denkt man, dass Fussballfans alles Asis sind, aber man sieht ja nur die Spuren der wenigen, die über die Stränge schlagen. Angekokelt sind hier meine beiden Radweg-Wegweiser, aber der grüne Aufkleber mit der 11 hat immerhin überlebt.

Die Unterführung führt zum Haupteingang der S-Bahnstation Stellingen. Darüber fahren S-Bahnen und die Bundesbahn. Noch einen darüber führt die Autobahn A7, die sich wegen der Überbauungen (Deckel) immer noch im Bau befindet. An dieser Stelle scheint sie aber schon fertig zu sein.

Ein zünftiges Urinal, wo ein Mann das tun kann, was ein Mann manchmal tun muss!

Hier der idyllische Kleingartenverein Morgenpracht im Schatten irgendwelcher Silos.

Keine AHnung, was das für ein Ding ist - Schalldämpfer einer Klimaanlage?!?

Der nette Eingang zum Niendorfer Gehege, das nur wenig belegt war.

Hier gibt es in einem großen Gatter eine ansehnliche Gruppe von Rehen.

Landebahn des Flughafens Hamburg (HAM). Es war wenig los - nur Kleinflugzeuge sah man, aber später hörte ich doch noch eine größere Linienmaschine. Das ist ein bitterer Anblick für einen Montag-Nachmittag.

An einer geigneten Stelle hat man offensichtlich für die Plane-Spotter ein paar Löcher für die Kameras gelassen. Machmal kommen ja doch recht seltene Flieger wie die Sofia der NASA.

Dann sah ich unterwegs einen Aufsitzmäher, von dem ich seit meiner Kindheit träume :-)

Vorbei am Gelände des Lufthansa Sportvereins in Groß Borstel kam mir die Idee mit dem ungenutzten Beach-Volleyball-Feld als Outdoor-Dojo...

Im Schrebergarten in Alsterdorf sah ich diese Kinderhütte, die ich ganz toll fand. Ob die selbst gemacht ist oder man kann sowas fertig kaufen?

Etwas später kommt man schon an den Alsterlauf, der einen Fluss aufwärts zum Bahnhof Ohlsdorf führt, wo meine heutige Reise endete. Morgen geht es weiter, wenn alles klappt.
Die heutige Tour würde ich als durchwachsen beschreiben, was das Wetter und daraus folgend meine Laune anging. Die Temperaturen lagen durchgängig im Bereich 9°C bis 11°C und meistes wehte ein kühler Wind. Dazu kamen kurze Schauer, aber auch kurze Momente, an denen die Sonne durch kam. Unterweg traf ich nur ganz wenige Menschen, Wanderer, so wie mich, gar nicht. Bei besserem Wetter ist der Weg nicht schlecht. Man kann ihn, also auch die anderen Teile, wie eine Art Schnitzeljagt betrachten, bei der man die Wegweiser finden muss und man vorher gar nicht so genau weiß, wo es längst geht. Die Bilder zeigen heute eher Tristesse, als tolle Entdeckungen. Die Kosten beliefen sich auf 2,23 Euro für die Hinfahrt und 3,30 Euro für die Rückfahrt.

Der heutige Weg gemäß der Aufzeichnung mit Komoot. Der Weg war 25,5 km lang.

Das Wetter. Auf dem Camino de Santiago gibt es häufig viel regnerisches Wetter, aber die Luft ist dann meistens wärmer und es gibt nicht so diesen für mich zu kühlen Wind.

Der Michel am Start beim U- und S-Bahnhof Ohlsdorf und dem Ende der vorherige Etappe.

Dies ist der Wasserturm an der Hauptstraße des Friedhofs Ohlsdorf. Das Licht war schön, weil die Sonne sich mal kurz blicken lies.

Diese Karte Stand am Ausgang des Friedhofs, über den ich beim roten Pfeil den Friedhof verlies. Über des Haupteingang im Westen hatte ich ihn betreten.

Es ging dann direkt in einen penibel, sauberen Schrebergarten. Mir ging es aber bei diesem Bild um die Ruhe und die Sonne.

Unterwegs traf ich eine Gruppe Gänse, die mit ihren Lütten weideten. Das war eine entspannte Szenerie, aber ich wurde trotzdem genau beobachtet.

Der Eichenprozessionsspinner ist auch hier noch nicht ausgerottet. Auf dem Camino hatte ich mal einem Engländer versucht den Namen "Eichenprozessionsspinner" zu übersetzen. In England gibt es solche Begriffe wohl nicht, abgesehen von skurilen Ortsnamen in Schottland oder Wales.

Der Bramfelder See.

Ein häufiger Mangel bei Wanderwegen. Am Anfang werden sie gut ausgeschildert, aber dann über Jahre nicht mehr gepflegt. So fehlen einige Schilder oder sie sind bis zur Unkenntlichkeit überwuchert oder beschädigt.

Querung der A24 in Öjendorf.

Der Öjendorfer See mit Menschen leeren Wiesen. Im Sommer ohne Corona ist hier sicher der Bär los.

Hier eine Knipse an der B5 bei Boberg. Der Verkehr war zu stark und so hatte sie nichts zu tun.

Leider findet man auch sowas unterwegs. Das ist die Folge von verlassenen Grundstücken und wenn blöde Menschen für den Weg zum Recycling-Hof zu faul sind.

Letzter Tunnel, der unter der A7 durchführt. Immerhin gibt es trotz Corona noch Verkehr, was ein Zeichen ist, dass doch nicht alles still steht.

Hier das Werk von Graffity-Arschlöchern. Was soll das immer? Ist das eine Message?

Der Ausgang der Boberger Niederung. Hier war fast kein Mensch unterwegs. Das war ja auch nicht gemütlich hier.

Heimfahrt mit der S21 nach Hamburg-Hauptbahnhof. Die Maske ist pflicht, aber trotzdem lästig. Vermztlich durch Pollenflug hatte ich dicke Augen und musste mir auch mehrfach die Nase putzen. Dabei sehe ich hinter der Maske aus wie ein Zombie :-)
Dies war ein deutlich besserer Tag, als die beiden zuvor. Das lag an dem besseren Wetter mit mehr Sonne und weniger kaltem Wind. Ich bin auch durch schönere Gegenden gekommen und es gab mehr zu sehen und zu entdecken.Die Kosten lagen bei 3,30 Euro Anfahrt mit ÖPNV, 5,90 Euro Kaffee & Kuchen, 1,50 Kaffee und 3,30 Euro Heimfahrt mit ÖPNV.

Der Weg heute ging über große Strecken an Gewässern wie Dove-Elbe und Norder-Elbe entlang.

Richtig warm war es zwar nicht, aber es gab immerhin keinen Regen.

Michel am Morgen.

Dies ist der Mittlere Landweg. Im Sommer an einem Sonntag ist das eine völlig verschlafene Straße - heute auch :-)

Dies ist der Eichbaumsee.

Und dies ist die Calypso. Wir erinnern uns, dass der Meeresforscher mit der roten Bommelmütze - Jaques Cousteaus - mit diesem Schiff auf allen Meeren unterwegs war. Ich war damals noch ganz klein, weshalb ich sein Schiff auch größer in Erinnerung hatte.

An der Doveelbe gibt es diesen Yacht-Hafen und dazu einige Reparatur-Betriebe und Händler für Yachten.

Das ist eine schöne Idee, die Stromkästen bunt zu lackieren. Das sah ich in dieser Form schon diverse Mal in Lüneburg.

Hier fließen kurz vor der Brücke der A7 die Norderelbe (oben) und die Dove-Elbe (unten) zusammen.

Unter der Brücke der A7 befindet sich ein Depot zur Deichverteidigung bei Hochwasser, also eine Menge schon vorbereiteter Sandsäcke lagern hier.

Das ist eine ganz alte Silo- oder Pump-Anlage. Den genauen Zweck habe ich vergessen. Man kann die Anlage aber besichtigen und sich informieren.

Dieses Gebäude gehört ebenfalls zu dieser Anlage und beinhaltet ein Cafe. Heute hatte es aber leider noch geschlossen.

Nicht geschlossen hatte das Cafe in Entenwerder. Nach acht Wochen gönnte ich mir auswärts eine Tasse Americano und ein Stück Schokokuchen mit Banane, hellbrauner Schmatze sowie Erdnüssen :-)

Die neuen Elbbrücken. So häufig hab ich diese Stelle schon mit dem Auto passiert und nun mal wieder zu Fuß.Das ist laut, stinkt und nicht wirklich schön.

Dies ist die Wilhelmsburger Dove-Elbe - auch mit einem kleinen Hafen und ganz vielen Seerosen.

Kurz nach dem kleinen Hafen entdeckte ich drei Seeadler oder so, die sich in der Sonne aalten.

Die Mühle Johanna in Wilhelmsburg hatte leider etwas zuviel Gegenlicht. So ist das Foto recht dunkel.

Dieser Wagen gehört eigentlich auf eine Kirmes, den Dom, Alstervergnügen oder Hafengeburtstag, aber alles fällt wohl aus wegen der Corona-Pandemie. Der dazugehörige Bäcker, den ich traf, sucht nun nach alternativen Gelegenheiten für sein Geschäft.

Dieser schräge Laden ist mir schon mehrfach aufgefallen und ich grüble immer noch, ob das Schaufenster ernst gemeint ist.

Michel zufrieden am Ende seiner heuten Wandertour, während er auf den Bus 351 für seine Rückreise wartet :-)
Für heute musste ich mich entscheiden, ob ich wieder zwei Etappe in einem Abwasch gehe, also 13 km bis Heimfeld (Nr. 7) plus 15 km bis Finkenwerder (Nr. 8). 28 km waren mir doch zuviel, da ich heute noch Training geben musste und die Fahrt mit der Fähre ab Finkenwerder auch genißen wollte. Also blieben nur die relativ wenig 13 km bis Heimfeld übrig. Im Vergleich zu gestern war der Weg heute weniger attraktiv. Es gab laute und stinkende Wege an der A1 sowie einige km in Gewerbegebieten. Auch der Weg durch Harburg war nicht wirklich schön. Dazu kam dann später noch wieder Bewölkung und kalter Wind. Beim anschließenden Regen war ich aber schon wieder in der S-Bahn - so werde ich wohl Morgen das Finale antreten :-) Die Kosten heute waren mit jeweils 3,30 Euro für Hin- und Rückweg mit ÖPNV überschaubar.

Der Weg sieht hier länger aus, als er wirklich war. Man beachte den Maßstab, der in dieser Darstellung sonst 2 km oder gar 3 km beträgt. Harburg ist nun umrundet.

Das Wetter fing gut an und dann folgten Wind und Wolken, später Zuhause dann stürmige Böen mit Regen.

Start mit Sonne auf dem Stilhorner Hauptdeich.

Links ist der Deich und vor und neben mir Freunde mit lauten und nervigen Mäh- und Blas-Apparaten. Dahinter sieht man schon den Verkehr der A7.

Entlang der Autobahn A1 quert man auf einer Brücke die Süderelbe. Hinten erkennt man die markanten Wohngebäude von Stilhorn.

Am Neuländer See gibt es eine Wasserski-Anlage mit einigen Sprung-Schanzen zum Bezwingen.

Am Bahnhof Harburg befindet sich das Hauptgebäude der ehemaligen Phoenix-Gummiwerke Hamburg-Harburg, die irgendwann mit der Continental AG zu ContiTech wurde.

Gleich nebenan hat man den Bereich unter der Umgehungsstraße sehr schön und grün gestaltet. Ich finde das gelungen.

Kurz vorher hat ein Mann sämtliche Tauben und Enten aus der Nachbarschaft mit Brotkrümeln zum Essen eingeladen.

Später in Eißendorf oder schon Heimfeld fand ich noch diese beiden schönen Fachwerkhäuser direkt am Weg.

Dies ist das andere Gebäude mit Fachwerk und Reet-Dach.

Das ist mal ein Wegweiser, der keine Fragen offen lässt - der hätte von mir sein können :-)

Kurz vor Ende dieser Etappe 7 beim Krankenhaus Mariahilf in Heimfeld durchquert man aber noch den Meyers-Park, der streckenweise wie ein Wald wirkt, in den man so ganz plötzlich geraten ist.
Dieses ist die 8. und letzte Tour des 2. Grünen Rings in Hamburg, also der Weg von Heimfeld zum Fähranleger Rüschpark in Finkenwerder. In bin die Strecke schon mal an einem Wochehende gegangen und nun stellte ich fest, dass an einem Mittwoch in der ersten Stunde ein erheblicher LKW-Verkehr als für mich störend wahrnehmbar ist. Die Kosten betrugen je 3,30 Euro für An- und Anfahrt mit dem ÖPNV. Das Wetter war sonnig und die Rückfahrt mit der Fähre zu den Landesbrücken konnte ich gut genießen.

Der Verlauf der heutigen Etappe von Heimfeld zum Anleger Rüschpark in Finkenwerder

Start um 8:30 über den Gleisen der S-Bahn.

Schon bald gab es ein Gleis zum Überqueren. Der passierende Güterzug mit leeren Container-Anhängern umfasste gefühlte 50-100 Wagons. Er fuhr langsam langsam und war nett anzusehen.

Und es folgten kurze idyllische Birken-Alleen. Im Hintergrund ist der Gleisübergang von oben.

Hier wuchs etwa 1 m² Mohn, den irgendwer hier ausgesäht haben muss. Weit und breit war sonst kein Mohn zu entdecken.

Schöne alte Bauernhäuser sieht man entlang des Wegs auf dem Deich.

Diese Leiter hatte ich bei meiner letzten Tour schon fotografiert. Ihr Zustand hat sich nicht verbessert - arme Leiter :-(

Hier noch so ein schönes altes Reetdachhaus. Was für ein Fachwerk! Daneben stehen diverse Obstbäume. Auf dieser Tour konnte ich wegen der zu frühen Jahreszeit kein Obst stehlen.

Kirschen oder Mirabellen? Ich weiß es nicht, aber der Stamm hat eine ganz eigene Form und Verwindung.

Auf der heutigen Tour sah ich viele Anlagen und Gebiete der Wasserwerke, aber genauso gab es Spülfelder. Vermutlich kann an dieser Stelle etwas ausgasen, was giftig oder explosiv ist...

So etwas sah ich heute zum ersten Mal: Ein Rasenmäher, auf dem man sitzen kann und man kann ihn mit einer Fernbedienung steuern. Zu Beginn saß der Mann noch auf dem Ding.

Gut angekommen am Anleger Rüschpark in Finkenwerder. Die Distanz war mit 14,3 km aber auch sehr moderat. Im Hintergrund sieht man den Anleger Teufelsbrück mit dem Cafe Engels, von wo ich letzte Woche die Wanderung gestartet bin. Danach bin ich mit der Fähre aber nicht nach Teufelsbrück zurück gefahren, sondern nutzte die Fähre über Finkenwerder bis zu den Landungsbrücken. Das schöne Wetter gab es her :-)

Am Anleger in Finkenwerder konnte man zwei markannte Dinge erkennen: a) Ein Beluga von Airbus hob ab und b) Man sieht endlich wieder neue Chem-Trails, mit denen die Bevölkerung vergiftet und dumm gehalten wird...

Die Strandperle - ein beliebter Ort am Strand der Elbe in Blankenese.

Zum Schluss die Landungsbrücken links sowie das Wahrzeichen von Hamburg, der "Michel", also St. Michaelis. Man erkennt weiter rechts aber auch die Elbphilharmonie.
Der 2. Grüne Ring ist durchwandert und deshalb widmete ich mich noch einmal der oberen Hälfte des Alsterwanderwegs von Kayhude bis nach Poppenbüttel. Ich mag diese Strecke und bin sie schon mehrfach auch als Übungsweg mit vollem Gepäck gewander. Bis einschließlich Ohlsdorf liegt diese Weg meistens im Schatten von Park- oder Wald artigen Gegenden und selbst bei praller Sonne ist der Weg dadurch angenehm. Nach Kayhude kommt man mit dem Bus 7550 ab U1-Ochsenzoll, der sonntags und feiertags nur alle zwei Stunden fährt und so drängelten sich zu viele Gestalten am Bahnhof Ochsenzoll um ihn zu bekommen. Das hätte der HVV schon wegen der Corona-Pandemie durch eine kürzere Taktung deutlich entzerren können. Die Kosten betrugen 6,40 Euro für die 9:00-Uhr-Tageskarte vom HVV. Das Wetter war wieder sonnig und angenehm. Den GPS-Track gibt es hier: LINK

Der Weg verläuft von Nord nach Süd und meistens ist der Alsterlauf als bescheidener Fluss in Sichtweite.

Erstes Foto am Alten Heidkrug in Kayhude, wo der Bus uns alle auslud. Dann machte ich mich aber schnell auf den Weg, um den laut schwatzenden Menschengruppen voraus zu sein, stattdessen schweigend meine Ruhe zu haben und den Vögeln und der restlichen Natur zuzuhören. Ich hatte gerade hier und auf dem Restwegs des Camino de Santiago schon sehr schlechte Erfahrungen gemacht.

Wenn man von der Segeberger Chausse in den Wanderweg abbiegt, gelangt man sofort in ein schönes Waldgebiet wie hier.

Entlang der Alsterwanderwegs, der auf diesem Stück auch mit dem Jakobsweg Bia Baltica identisch ist, kreuzt man noch so einige andere Wanderwege, die mit liebevollen Wegweisern und Hinweistafeln markiert sind. Es lohnt, auch diese Wege auszuprobieren. An dieser Stelle muss ich also nicht das gelbe Dreieck mit dem "P" für Richtung Poppenbüttel beachten, sondern das blaue Schildchen mit der gelben Jakobsmuschel.

Schon bald trifft man auf die Alster selbst. Die Quelle ist eigentlich ein ganzes Quellgebiet in Henstedt und formal wurde dort auch ein Beginn gekennzeichnet, aber der Alsterwanderweg kann erst ab hier entlang seines Verlaufs fast durchgängig erwandert werden. Die Alster ist hier noch zu flach für Kanus und dergleichen.

In dieser Gegend fand ich aufgeschichtetes Holz, dass häufig mit der Kettensäge eingekerbt. Ich fragte mich, welchen Sinn das hatte - Überschlupf für Insekten oder Angriffspunkt für Pilze? Irgendwas muss das Bedeuten, aber was?

Das Gut Wulksfelde betreibt hier in der Gegend Landwirtschaft und Viehzucht auf Bio-Basis. Sie informieren darüber ganz offen mit Informationstafeln. Das finde ich ganz gut.

Hotte Hü und seine Kumpels waren auch schon wach und labten sich am Heu.

Das war ich nicht, aber ich schaufelte den Haufen in meinen Rucksack und nahm ihn mit als Dünger für meine Tomaten. Hoffentlich mögen sie ihn.

Hier die ersten Väter auf geselliger Tour mit Jugend verderbender Rockmusik und Bier - zünftig und gut drauf :-)

Dies ist der Rodenbeker Teich beim Quellenhof, wo gegen 12:00 Uhr ein ganzer Haufen Menschen etwas essen wollte. Gute Idee, aber zum Vatertag mit all den Hygiene-Vorschriften kaum darstellbar für alle. Leider hatte ich kein Foto von den hungrigen Menschen.

Etwas weiter südlich findet man wieder die Idylle, wenn keine lauten Kanus in der Nähe sind.

Die ist der Bereich, wo man an der Mellingburger Schleuse die Kanus von Hand übersetzen muss. Einige machten ein Picknick oder gönnten sich ein mitgebrachtes Bier im Gras oder am Bootssteg.

Das Standup-Paddling hält auch hier langsam Einzug. Das scheint zu klappen. Anders als auf der Alster in der Stadt muss man hier wohl noch mit mehr herabhängenden Zweigen kämpfen, um trocken zu bleiben.

Ziel war die Poppenüttler Schleuse. Auch hier war eine Menge los. Die Menschen achteten aber auf Abstände. Weiter geht es dann von hier zur Ohlsdorfer Schleuse (+9 km) und dann zum Jungfernstieg (+12 km). Das wäre dann ein netter Weg mit 21 km Länge.
Von hier bin ich mit dem Bus Richtung Langenhorn-Markt zurück gefahren und dann eine oder zwei Stationen vorher ausgestiegen und den Rest zu Fuß gegangen. Dabei lernte ich einen netten Schrebergarten kennen, den ich in Langenhorn noch nie gesehen hatte, ob wohl ich schon so viele Jahre hier wohne und mit dem Auto schon so häufig an ihm vorbeigefahren bis. Manche Umwege muss man wirklich mal zu Fuß gehen, um seine Heimat besser kennen zu lernen.